Wohnblicke – das aktuelle Interview

Dr. Klaus Feichtinger von der SG ELIN GmbH spricht über Wohnbauprojekte, den gemeinnützigen Wohnbau und Ressourcenschonung im Interview.

Dr. Klaus Feichtinger, Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft der ELIN GmbH

Dr. Klaus Feichtinger, Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft der ELIN GmbH
(Fotocredit: Parlamentsdirektion PHOTO SIMONIS)

Auf welches Projekt sind Sie derzeit besonders stolz?

Wir entwickeln gerade gemeinsam mit der SG Ennstal auf einem gemeinsam erworbenen Grundstück in Weiz ein Kombinationsprojekt aus Wohnbau, Büronutzung und einer betreuten Wohngemeinschaft im ersten Bauabschnitt sowie Wohnbau, Forschung und Bildung in einem zweiten Bauabschnitt.

Was macht dieses Projekt großartig?

Es sollen neben den üblichen Anforderungen an den geförderten Wohnbau Schwerpunkte im Bereich Smart City und Green Building bzw. im Rahmen eines gemeinsamen Mobilitätskonzepts auch im Bereich sanfter Mobilität umgesetzt werden.

Die zentrale Lage des Grundstücks in der Stadt und das in Zukunft zur Verfügung stehende infrastrukturelle Umfeld soll neben einem hohen Wohnkomfort auch die Vermeidung von Kurzstreckenfahrten ermöglichen.

Die Gemeinnützigen bauen für Familien ebenso wie für Studierende oder Senioren. Wo sehen Sie den größten Bedarf?

Der Bedarf ist sicher regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. In unserem unmittelbaren Betätigungsfeld ist es nach wie vor der klassische Wohnbau mit Wohnungen verschiedener Größe, von der Singlewohnung bis zur Familienwohnung mit Grundstücksanteil.

Daneben bestehen immer Schwerpunkte in der Nachfrage: Balkone bzw. Terrassen, Barrierefreiheit und gute Erreichbarkeit der lokalen bzw. regionalen Infrastrukturangebote.

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung werden immer wichtiger. Wie spielt das bei Ihnen in neue Projekte oder aber auch in die Verwaltung hinein?

Zu dieser Frage kann ich auf die Ausführungen zu unserem obigen Projekt verweisen. Daneben wird natürlich der Bereich der Energieeffizienz immer wichtiger. Die Nutzung erneuerbarer Energien wird sicher auch im Wohnbau noch stärker zum Thema werden, ebenso wie die Möglichkeit der Nutzung von Car-Sharing-Systemen oder Bike-Sharing-Systemen.

Im Bereich der Verwaltung gilt es, Möglichkeiten zur Energieeinsparung immer im Auge zu behalten, sowohl im Bereich der Objekte selbst als auch im eigenen Wirkungsbereich. Wir versuchen im Bürobereich beispielsweise verstärkt auf Papier zu verzichten.