Wohnblicke – das aktuelle Interview

Spannende Wohnbauprojekte sowie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Gemeinnützigen Wohnbau – darüber spricht ADir Helmut Krammer von der Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung im Interview.

ADir Helmut Krammer, Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung

Projekt Riverside der Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung
(Fotocredit: Arch. DI Markus Katzenberger)

Im Portfolio der Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung gibt es viele Projekte zu sehen –vom Bildungszentrum Traunkirchen, über Riverside, bis zum BWSG Innenhof und vielen weiteren. Auf welches Projekt oder welchen Bau sind Sie derzeit besonders stolz?

Aus meiner Sicht sind alle Projekte wichtig, ob betreutes Wohnen für die ältere Generation, ob Smart Kompakt Wohnen speziell für junges Publikum bis hin zum forstlichen Ausbildungszentrum in Traunkirchen. Vielleicht etwas Besonderes wird der erste achtgeschoßige Wohnbau aus Holz außerhalb von Graz sein, den wir in der Nähe des Brucker Bahnhofes realisieren werden.

Was macht dieses Projekt oder diesen Bau großartig?

Die Brucker Wohnbau und ihre Tochter, die ZUWO, setzen massiv auf die Holzbauweise. Mit dem Wohnbauprojekt in der Nähe des Brucker Bahnhofes realisieren wir erstmals einen achtgeschoßigen Wohnbau in Holz. Dabei ist es gelungen, auch in den Wohnungen erhebliche Teile der Holzkonstruktion sichtbar zu belassen. So sind einzelne Wände als Holzteile erkennbar.

Ob Familien, Studierende oder Senioren – die Gemeinnützigen bauen für jede Bevölkerungsgruppe. Wo sehen Sie den größten Bedarf?

Ich bin überzeugt, dass man alle Bevölkerungsgruppen beachten muss. Dies ist von Region zu Region unterschiedlich, sodass man von Projekt zu Projekt anders reagieren muss.

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung werden immer wichtiger. Wie spielt das bei Ihnen in neue Projekte oder aber auch in die Verwaltung hinein?

Schon jetzt bauen wir rund 50 Prozent in Holzbauweise, um nachhaltige Baustoffe zu verwenden. Natürlich werden auch energetische Maßnahmen zur Schonung von Ressourcen ergriffen. So sind fast alle Neubauten aber auch bestehende Wohnhäuser an das Brucker Fernwärmenetz angeschlossen. Die Brucker Biofernwärme bezieht ihre Energie zum größten Teil aus der Abwärme der Industrie bzw. aus Hackschnitzeln. Zusätzlich wurden bereits fast alle bestehenden Gebäude der Brucker Wohnbau energetisch saniert.