Wohnblicke – das aktuelle Interview

Ihre Forderungen an die neue Bundesregierung und die Stadtentwicklung in Graz-Reininghaus – die Themen im Kurzinterview von Jürgen Dumpelnik und Christian Horner, Geschäftsführer der BWSt.

Jürgen Dumpelnik und Christian Horner, BWSt

Jürgen Dumpelnik und Christian Horner (v. l.), BWSt

Jürgen Dumpelnik und Christian Horner (v. l.), BWSt

Was sind die großen Veränderungen der letzten Jahre?

Dumpelnik: Der Wohnungsbedarf ist in den letzten 5 Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig müssen die Österreicher immer mehr von ihrem Einkommen fürs Wohnen aufwenden. Die Schere zwischen freifinanziertem und gefördertem Wohnbau ist größer geworden.

Horner: Dabei ist der gemeinnützige Wohnbau ein Erfolgsmodell, um das uns andere Länder beneiden. Es braucht neben Förderungen dazu ein Commitment zur verfassungsrechtlichen Absicherung der Gemeinnützigkeit durch den Gesetzgeber.

 

Wo sehen Sie die Herausforderungen?

Dumpelnik: Ein wesentlicher Punkt sind die Grundstückspreise. Gerade in den Ballungsräumen ist das unter dem Aspekt der sozialen Verträglichkeit sehr schwierig geworden.

Horner: Wichtig ist vor allem, dass man die soziale Durchmischung beibehält. Eine lebendige und moderne Stadt wie Graz ist davon abhängig und auch die hohe Lebensqualität. Das ist für mich auch eine Forderung an unsere neue Bundesregierung!

Dumpelnik: Als Gemeinnützige beteiligen wir uns zum Beispiel gerne an den öffentlichen Ambitionen, den neuen Stadtteil Reininghaus zu entwickeln. Aber dafür braucht es dort auch Förderungen, um die soziale Durchmischung zu gewährleisten, damit kein Stadtteil für Besserverdienende entsteht. Ebenso wichtig für die schnell wachsende Stadt ist, dass alles mitwächst – wir orten einen Infrastrukturbedarf in Graz.

 

Was waren die großen Erfolge der BWSt im heurigen Jahr?

Horner: Wir haben Baubescheide für etwa 800 Wohneinheiten erreicht. Da sind große Projekte wie Alte Poststraße und Eggenbergergürtel dabei und Reininghaus, wo wir 2018 mit dem Bau beginnen.

Dumpelnik: Erfolgreich läuft auch die Zusammenarbeit unter den Gemeinnützigen. Wir gehen Schulter an Schulter vor und das ist eine wichtige Dimension unseres Tuns.