Wohnblicke – das aktuelle Interview

Über aktuelle Projekte und Entwicklungen spricht ADir. Helmut Krammer, Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung, reg. gemeinnützige Gen.m.b.H. im Interview.

ADir. Helmut Krammer, Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung, reg. gemeinnützige Gen.m.b.H.

Projekt Riverside der Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung

Projekt: Riverside (Fotocredit: Arch. DI Markus Katzenberger)

Welche Themen beschäftigen die Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung aktuell?

Wir haben ein sehr umfangreiches Projektportfolio. Zum einen bauen wir sehr gefragte Wohnungen in Kapfenberg (Diemlach; „Riverside“), aber auch in St. Dionysen. Bald werden wir weitere Wohnungen in Kapfenberg, Kindberg und Bruck/Mur bauen. Zum anderen sind wir durch unsere Erfolge mittlerweile bei der Projektbetreuung außerordentlich gut ausgelastet. Unser Leuchtturm-Projekt in Traunkirchen/Oberösterreich (ca. 35 MEUR Bauvolumen in Eigenregie) dient uns als besondere Referenz, da wir damit zeigen konnten, dass man sehr wohl gut, schnell und auch günstig bauen kann.

Gibt es Trends/Entwicklungen im Bereich der Finanzierung, die Sie wahrnehmen?

Aufgrund der zu erwartenden Zinssteigerung versuchen wir, diese durch optimierte Finanzierungsmodelle langfristig zu entschärfen. Damit können wir einen großen Teil des aktuellen Zinsniveaus derzeit lukrieren, sind aber nach oben hin auch besser abgesichert. Die Folge dieser optimierten Finanzierung ist, dass wir bei höheren Zinsen – verglichen mit anderen – günstigere Mieten anbieten können.

Stichwort Mitspracherecht und Transparenz – Wie wichtig sind diese Aspekte für die Kunden?

Wir entwickeln gemeinsam mit der GEMYSAG Schirmitzbühel Nord mit ca. 200 Wohnungen, die von uns errichtet werden. Bei diesem Projekt erfolgt durch die Involvierung von nonconform (Wien) die Einbindung der Anrainer. Ziel dieses Bürgerbeteiligungsprozesses ist es, Konfliktpotenziale bereits vorab so stark zu reduzieren, damit alle Bewohner und Anrainer ein zufriedenes Zusammenleben erreichen können.

Kriterien wie umweltschonend und nachhaltig werden zunehmend wichtiger. Wie nehmen Sie diese Entwicklung bei Ihren Projekten wahr?

Nachhaltig ist für uns insbesondere der Bau mit Holz. Wir planen zum Beispiel auch den Bau eines achtgeschossigen Holzbaus, den ersten seiner Art in der Steiermark. Dieses Projekt ist schon so weit entwickelt, dass wir im nächsten Jahr den Spatenstich machen wollen.