So heizt man in der Steiermark

Auch wenn sich der goldene Herbst tagsüber noch von seiner besten Seite zeigt, so machen sich die Nächte bereits mit empfindlicher Kälte bemerkbar. Frei übersetzt heißt das: die Heizsaison hat wieder begonnen. Einst mit viel Mühsal, Schmutz und hohen Kosten verbunden, ist Heizen heutzutage für die allermeisten Steirer nahezu mühelos und leistbar geworden.

Vielleicht erinnern sich einige noch daran, wie sie ihrer Großmutter dabei halfen, Kohle aus dem Keller in den dritten Stock ihrer Altbauwohnung zu schleppen? Ein kraftraubendes und staubiges Unterfangen, das mittlerweile der Geschichte angehört.

Kohle hat als Energieträger beim Heizen ausgedient

Im Jahr 2003 waren noch 8% der Hauptwohnsitzwohnungen mit Kohleheizungen als primäres Heizsystem ausgestattet, Dieser Energieträger ist laut letzter verfügbarer Statistik 2016 endgültig aus den steirischen Statistiken verschwunden.

Stromheizungen halbiert

Das ist jedoch nicht die einzige Veränderung innerhalb der letzten 13 Jahre, die sich in der Steiermark im Bereich des Heizens feststellen lässt. So gehört auch Strom zu jenen Energieträgern, die in den letzten Jahren signifikant zurückgegangen sind. Gerade noch 5% der Haushalte heizten 2016 mit Strom – das sind nur mehr halb so viele wie 2003.

Steiermark hat bei den Fernwärmeanschlüssen die Nase vorn

Einen signifikanten Anstieg konnten in der gleichen Zeit die Fernwärmeanschlüsse verzeichnen. Waren im Jahr 2003 erst knapp 20% der Haushalte in der Steiermark an das Fernwärmenetz angeschlossen, so konnte diese Heizungsart in den letzten Jahren um beachtliche 50% zulegen. Im Jahr 2016 erreichte die Fernwärmeversorgung in der Steiermark mit rund 32% schon knapp ein Drittel aller Hauptwohnsitzhaushalte und lag dabei deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von 24,7%.

Heizöl immer noch auf Platz 2

Obwohl Heizsysteme, die mit Heizöl bzw. Flüssiggas befeuert werden um 10 Prozentpunkte zurückgegangen sind, nahmen sie 2016 mit 23% immer noch den 2. Platz ein.

Holz und Erdgas bleiben stabil

Auf Platz drei rangiert recht stabil das Heizen mit Holz, Hackschnitzel, Pellets o.ä.  – rund 21% der steirischen Haushalte setzten im Jahr 2016 auf diese Energiequelle. Auch Erdgas blieb in den vergangenen Jahren recht stabil. 9% der Haushalte vertrauten 2016 auf Erdgas als überwiegend eingesetzten Energieträger (vergl. 2003: 8%).

Solarwärme und Wärmepumpen voll im Trend

Eine steile Karriere legten in der gleichen Zeit Solarwärme und Wärmepumpen als primäre Heizsysteme hin. Von 2.352 im Jahre 2003 auf 54.292 Haushalte im Jahr 2016 sind diese gestiegen und haben damit Erdgas als Energieträger beim Heizen bereits überholt.

Modernität und Ökologie sind beim Heizen zwei wesentliche Faktoren: Ganz besonders die gemeinnützigen Wohnbauträger legen Wert auf modernen Wohnkomfort im Einklang mit der Umwelt. Wohnbau nach ökologischen und energieeffizienten Gesichtspunkten ist für sie ebenso selbstverständlich wie die Leistbarkeit.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA: Mikrozensus 2016 und Energiestatistik 2003-2016